Herzenswünsche

für eine gesunde Zukunft

Schule und Ausbildung

„Was will ich werden?“ ist eine Frage, vor der die meisten von uns irgendwann einmal stehen. Doch die Entscheidung ist alles andere als einfach – erst recht mit einem angeborenen Herzfehler. Wie die meisten Menschen wünschst du dir einen interessanten Beruf, der dir Spaß macht. Zum Glück ist dein Herzfehler kein Hindernis für die Berufswahl. Abgesehen von einigen wenigen Ausnahmen steht jungen Erwachsenen mit angeborenem Herzfehler jeder Beruf offen.

Eine gute Ausbildung ist unverzichtbar, denn die meisten Berufe setzen eine bestimmte Qualifizierung voraus. Es gibt Studien, die belegen, dass die Wahrscheinlichkeit, einen Beruf auszuüben, umso höher ist, je besser jemand ausgebildet ist.

Wie finde ich meinen Beruf

Egal ob Praktikum, Ausbildung oder Beruf: Irgendwann stehst Du vor der Frage „Welche Arbeit möchte ich später machen?“ Deine Talente und Interessen kristallisieren sich schon in der Schule heraus: bist du eher im technisch-naturwissenschaftlichen Bereich fit oder interessierst du dich mehr für Erdkunde oder Religion? Bist du handwerklich begabt? Kannst du dich sprachlich gut ausdrücken und dir machen Fächer wie Deutsch oder Englisch viel Spaß? Gehst du gerne und gut mit Menschen um und würdest gerne einen sozialen Beruf erlernen? Hilfreich sind freiwillige Praktika schon während der Schulzeit in Betrieben und Organisationen. Dabei kannst du rechtzeitig ausprobieren, ob dein Beruf zu deiner Belastbarkeit passt und ob er deinen Vorstellungen entspricht. Beim Abschlussgespräch kannst du wertvolle Hinweise für deine Berufsfindung erfragen. Vielleicht hast du gerade durch die Auseinandersetzung mit deinem Herzfehler zusätzliche Fähigkeiten erworben und bist zum Beispiel besonders gewissenhaft und gut organisiert oder kannst dich gut in andere Menschen hineinversetzen? Deine Erkrankung bringt vielleicht Einschränkungen mit sich, die keine körperlich anspruchsvollen Tätigkeiten erlauben.

Auf lange Sicht zu planen, ist nicht immer einfach. Vielleicht hast du noch keine genauen Vorstellungen von deiner Zukunft oder empfindest den Gedanken an sie sogar als bedrückend. Mach dir keinen Kopf! Du kannst Wissenschaftler werden, Journalist, Arzt, Schweißer, IT-Techniker ... oder nahezu jeden anderen Beruf ergreifen, wenn du es dir fest vornimmst. Wichtig ist nur, dass du deine verschiedenen Möglichkeiten sorgfältig abwägst und dir gut überlegst, welcher Ausbildungsweg zu deinem Traumberuf führen kann.

Nimm Beratungsangebote wahr
Diese kann etwa in Form eines Gesprächs mit einem Kardiologen und/oder einem Berufsberater (AMS, BFI, WIFI) stattfinden, bei dem deine Talente und Stärken ermittelt werden.

Ausbildung/Lehre oder Studium

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Vielleicht strebst du keine Ausbildung/Lehre an, sondern möchtest lieber studieren? Man kann auch Ausbildung/Lehre mit Matura kombinieren.
Lass dir von einem Berufsberater die verschiedenen Möglichkeiten aufzeigen und Besuche Berufs- und Studienmessen.

Was soll bei der Berufswahl berücksichtigt werden

Manchmal ergeben sich aus dem Herzfehler selbst oder den Behandlungsfolgen Einschränkungen bei der Ausbildungs- und Berufswahl. Entscheidend ist, dass du dich nicht entmutigen lässt. Halte an deinem Ziel fest, auch wenn du auf Hindernisse stößt – zum Beispiel, weil man dir davon abrät, den gewünschten Berufsweg einzuschlagen, weil du operiert werden musst oder nicht in Vollzeit arbeiten kannst. In der Regel lässt sich auch in solchen Situationen eine Lösung finden.

Wie viel Offenheit muss sein?

Möglichst viel über deinen Herzfehler und seine möglichen Folgen zu wissen, lohnt sich – nicht nur bei der Berufswahl, sondern auch in vielen anderen Situationen. Es ist wichtig, dass du andere über deinen Herzfehler aufklären kannst – etwa einen Arbeitgeber. Wie viel du offenlegen möchtest, ist jedoch deine Entscheidung.