Herzenswünsche

für eine gesunde Zukunft

Schule und Familie

Die Familie spielt bei der Schulbildung eine wichtige Rolle, die aber von zwei Extremen (negativ) beeinflusst werden können.

Das eine Extrem ist zuviel Fürsorge: Aus Angst, dass es dem Kind gesundheitlich schlechter gehen könnte, wird das Kind zu stark behütet. Eltern sollten dann ihr eigenes Selbstvertrauen und auch das des Kindes stärken, indem sie ihrem Kind mehr Autonomie eingestehen und sein Selbstwertgefühl steigern.

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Das andere Extrem ist, den Herzfehler vollkommen zu leugnen. Die Eltern akzeptieren die Krankheit nicht und verhalten sich, als ob alles ganz normal sei. Die Kinder erhalten dadurch widersprüchliche Botschaften: Einerseits unterscheidet sich ihre Schulbildung nicht von der anderer Kinder, andererseits müssen sie mit den Problemen klarkommen, die ihr Herzfehler mit sich bringt. In diesem Fall wird alles erlaubt, weil die
Eltern davon ausgehen, dass gewisse Einschränkungen das Kind an seiner Entfaltung hindern und es darunter leidet.

Diese beiden gegensätzlichen Herangehensweisen verursachen die meisten Probleme, mit denen Pädagogen beim Unterricht von herzkranken Kindern zu kämpfen haben. Die Familie muss hier die richtige Balance finden: Nur so können herzkranke Kinder die bestmögliche Schulbildung erhalten.

Fazit für Schule & Familie

Es ist die Aufgabe der Familie, dem Kind die Geborgenheit und Sicherheit zu geben, die es für seine Entwicklung braucht. Gleichzeitig sind alle an der Schulbildung Beteiligten gefordert, herzkranken Kindern ein Umfeld voller Wärme, Einfühlsamkeit und Toleranz zu schaffen. Die Schule hat eine Bedeutung für die soziale Integration von Kindern und Jugendlichen. In das soziale Umfeld integriert zu sein, ist ein zentraler Aspekt in der Entwicklung aller Menschen – ob mit oder ohne Herzfehler.

Pädagogen sollten nicht nur Wissen vermitteln, sondern sich auch um die emotionalen Aspekte der kindlichen Entwicklung kümmern und dafür sorgen, dass das Kind neue Konzepte versteht.

Sie sollten außerdem Freundschaften fördern, weil das ein wichtiger Punkt für die Gesamtentwicklung des Kindes ist. Überbehütung und Sonderbehandlungen sind zu vermeiden, damit sich ein herzkrankes Kind nicht als behindert empfindet und seine normale Entwicklung negativ beeinflusst. Die meisten Kinder wollen wie alle anderen behandelt werden und fühlen sich nicht wohl, wenn die Pädagogen sie besonders behandeln. Gleichzeitig ist ein offener und flexibler Lehrplan entscheidend, damit die Schule die Lehrinhalte an die individuellen Anforderungen des Kindes anpassen kann.